Planung des neuen Schwimmbads der Semmelweis Universität
Das für das Sportgelände der Semmelweis Egyetem geplante neue Schwimmbad sollte eine zeitgemäße Umgebung für Universitätssport, Wasserballtraining und Freizeitnutzung bieten. CÉH zRt. erhielt 2017 den Auftrag für die Planung des Gebäudes.
Das zentrale Element des Entwurfs war ein 33 Meter langes Becken, das sowohl für Schwimm- als auch für Wasserballtraining geeignet gewesen wäre. Ergänzt worden wäre der Sportbereich durch zwei Umkleiden für jeweils zwanzig Personen, eine weitere Umkleide für zehn Personen, einen Trainingsraum, ein Büro und die erforderlichen Betriebsräume.
Der Eingangsbereich wurde als zweigeschossiges Foyer mit Galerie geplant. Er hätte nicht nur der Ankunft und Verteilung der Besucher gedient, sondern auch eine übersichtliche räumliche Verbindung zwischen der Schwimmhalle und den ergänzenden Funktionen geschaffen.
Im Obergeschoss wurde eine Besucherterrasse geplant, von der aus externe Zuschauer Spiele und Trainingseinheiten im Schwimmbecken hätten verfolgen können. Die Terrasse hätte einen guten Blick auf die Schwimmhalle ermöglicht, während die Wege von Besuchern und Sportlern getrennt geblieben wären.
Das Schwimmbad wurde als erster Bauabschnitt eines größeren Sportkomplexes geplant. In einer späteren Entwicklungsphase wäre an das Foyer eine Sporthalle mit Handballfeld angeschlossen worden. Die Halle wäre in drei separate Bereiche teilbar gewesen und hätte zusätzlich über ein eigenes Softballfeld sowie eine mobile Tribüne mit 250 Sitzplätzen verfügt.
Das stufenweise Konzept hätte einen eigenständigen Betrieb des zuerst realisierten Schwimmbads ermöglicht. Gleichzeitig wären die architektonischen und technischen Systeme für den späteren Anschluss der Sporthalle vorbereitet worden. Das gemeinsame Foyer hätte langfristig zum zentralen Ankunfts- und Verteilungsbereich des gesamten Sportzentrums werden können.
Die Planung umfasste auch die Neuordnung der Erschließung des bestehenden Universitätssportgeländes. Für das Schwimmbad war ein eigener Fußgängereingang vorgesehen. Fahrzeuge hätten den begrünten Parkplatz durch eine kontrollierte Zufahrt erreicht. Auch Fahrradabstellplätze waren Teil des Konzepts.
CÉH zRt. war für die Koordination der architektonischen und fachtechnischen Planung verantwortlich. Neben den sportfunktionalen Anforderungen mussten die hohe Feuchtebelastung der Schwimmhalle, die Wasseraufbereitung, die getrennte Nutzung der Umkleiden, die Wege von Sportlern und Besuchern sowie die Anbindung an die bestehende Sportanlage und den geplanten späteren Bauabschnitt berücksichtigt werden.