Krankenhaus Szent Borbála Tatabánya
Der neue U-Pavillon des Szent-Borbála-Krankenhauses in Tatabánya ist ein wesentlicher Bestandteil der mehrstufigen Entwicklung des Krankenhausstandorts. Ziel war es, zeitgemäße Bedingungen für stationäre Versorgung und Rehabilitation zu schaffen und die zuvor teilweise getrennten Gebäude des Klinikgeländes besser miteinander zu verbinden.
Im Jahr 2017 erstellte CÉH zRt. im Rahmen des Programms „Moderne Städte“ die Einreichplanung für die Teilrenovierung des bestehenden H-Gebäudes und für den Neubau des U-Gebäudes. In der folgenden Projektphase erarbeitete CÉH ab 2021 im Auftrag der STRABAG Építőipari Zrt. auch die Genehmigungs- und Ausführungsplanung des neuen Pavillons.
Das rund 15.000 Quadratmeter große, dreigeschossige Gebäude besteht aus zwei Flügeln und verfügt über 184 stationäre Betten. Die Patientenzimmer sind klimatisiert und mit eigenen Badezimmern ausgestattet. Damit bieten sie auch bei längeren Pflege- und Rehabilitationsaufenthalten geeignete Bedingungen.
Im Erdgeschoss befinden sich die Patientenaufnahme und die Physiotherapie. Im ersten Obergeschoss sind die kardiologische und die muskuloskelettale Rehabilitation untergebracht. Im zweiten Obergeschoss befinden sich die Bereiche für Pneumologie und Onkologie. Ein Teil der Labor-, Heilbad- und Physiotherapieleistungen steht auch ambulanten Patienten zur Verfügung.
Geschlossene Gänge und Verbindungsbrücken binden den neuen Pavillon an die bestehenden Krankenhausgebäude an. Sie ermöglichen wettergeschützte Wege für Patienten und Personal und verkürzen die internen Verbindungen zwischen Stationen, Diagnostik und unterstützenden Funktionen.
Das neue Gebäude musste in einen laufenden Krankenhausbetrieb und in eine über mehrere Bauperioden gewachsene Struktur integriert werden. Die Koordination unterschiedlicher Geschosshöhen, bestehender Versorgungsleitungen, Patientenwege, medizintechnischer Systeme und strenger hygienischer Anforderungen stellte daher eine zentrale ingenieurtechnische Aufgabe dar.
CÉH zRt. führte die Planung mit einer BIM-basierten Arbeitsmethode durch. Die digitale Koordination unterstützte die Abstimmung der architektonischen, konstruktiven, mechanischen, elektrischen und medizintechnischen Systeme und ermöglichte es, fachübergreifende Konflikte frühzeitig zu erkennen.
Der neue Pavillon wurde im November 2024 eröffnet. Durch die Entwicklung konnten mehrere zuvor an getrennten Standorten oder in älteren Gebäudeteilen untergebrachte Versorgungsfunktionen in einem modernen und direkt verbundenen Krankenhausgebäude zusammengeführt werden.
Generalunternehmer: STRABAG Építőipari Zrt.