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Galvani-Brücke – Genehmigungs- und Ausschreibungsplanung des Siegerentwurfs

Die in der Verlängerung der Galvani út geplante neue Donaubrücke soll eine direkte Straßen-, Schienenverkehrs-, Fußgänger- und Radverkehrsverbindung zwischen Südbuda und dem nördlichen Teil der Csepel-Insel schaffen. Das Projekt dient dem Ausbau des südlichen Verkehrsnetzes von Budapest und der Verbesserung der städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten in diesem Gebiet. Den internationalen Planungswettbewerb für die Brücke gewann der Entwurf einer zweipylonigen Schrägseilbrücke, der vom niederländischen Architekturbüro UNStudio und dem britischen Ingenieurbüro Buro Happold entwickelt wurde.

An der Weiterentwicklung des Siegerentwurfs beteiligten wir uns als ungarischer Planungspartner des internationalen Teams und als Subunternehmer von Buro Happold. Unser Aufgabenbereich umfasste die fachübergreifenden Planungsleistungen in der Genehmigungs- und Ausschreibungsphase. Das Projekt erforderte eine besonders komplexe ingenieurtechnische Zusammenarbeit: Mehr als hundert Ingenieure und Architekten waren an der koordinierten Planung der verschiedenen Fachdisziplinen beteiligt.

Die fünffeldrige Schrägseilbrücke mit zwei Pylonen besitzt eine mittlere Spannweite von 246 Metern, an die sich auf beiden Seiten weitere Stromöffnungen sowie Uferfelder in Stahl-Beton-Verbundbauweise anschließen. Das charakteristische Erscheinungsbild der Brücke wird durch schiffsförmige Strompfeiler aus Stahlbeton, in zwei Richtungen geneigte Stahlpylone und markante stählerne Randträger geprägt. Bei der Tragwerksplanung mussten auch die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Verkehrsarten berücksichtigt werden. Unter den Geh-, Rad- und Fahrstreifen wurde eine orthotrope Stahlfahrbahnplatte vorgesehen, während für die Schienenverkehrsbereiche ein Stahlträgerrost mit einer Fahrbahnplatte aus Stahlbeton geplant wurde.

Die komplexe räumliche Geometrie und die Abstimmung der verschiedenen Fachplanungen erforderten den Einsatz digitaler Modellierung. Ausgangspunkt der Planung war das von UNStudio mit Rhino erstellte Architekturmodell, das vom Brückenplanungsteam weiter präzisiert wurde. Anschließend wurde die Tragwerksplanung mit Tekla Structures ausgearbeitet. Die dreidimensionale Modellierung der gesamten Stahlkonstruktion unterstützte die präzise Ausarbeitung der komplexen Tragwerksanschlüsse und erleichterte die Zusammenarbeit innerhalb des internationalen Planungsteams.

Das Planungsprojekt wurde mit der Erteilung der Baugenehmigung und der Fertigstellung der Ausschreibungsunterlagen abgeschlossen. Unsere Mitwirkung an der Planung der Galvani-Brücke zeigt unsere Kompetenzen in der Brückenplanung und im digitalen Ingenieurwesen sowie unsere Erfahrung bei der Realisierung umfangreicher Infrastrukturplanungen in internationaler Zusammenarbeit.


Verwandtes Projekt: Galvani-Brücke – Wettbewerbsentwurf von CÉH

https://www.unstudio.com/

https://www.burohappold.com/

Investor: KKBK NZrt.,NIF Zrt., Építési és Közlekedési Minisztérium

Unsere Dienstleistungen im Projekt

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