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Budafok Remise

Das Straßenbahndepot Budafok ist eines der wichtigsten Betriebs- und Instandhaltungszentren des Budapester Straßenbahnnetzes. Seine Neugestaltung stand im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der neuen CAF-Straßenbahnen und der Erweiterung der niederflurigen Fahrzeugflotte der Hauptstadt.

Das veraltete Depot wurde mit einem vollständig neuen Gleisnetz, neuen Fahrzeughallen, Wartungs- und Reparaturbereichen, technologischen Versorgungssystemen und einem Bürogebäude neu errichtet. Die rund 10.000 Quadratmeter große Anlage eignet sich für die Abstellung und Instandhaltung kurzer und langer CAF-Fahrzeuge sowie von Combino- und Tatra-T5C5-Straßenbahnen.

Die Gleisanlage ermöglicht die Ein- und Ausfahrt über zwei getrennte Anschlüsse an das Straßenbahnnetz der Fehérvári út. Die Fahrzeuge können das Depot ohne Richtungswechsel durchfahren, was die täglichen Fahrzeugbewegungen vereinfacht und effizienter macht.

Neben der Abstellung ermöglichen die Hallen die regelmäßige Prüfung, Wartung und Reparatur der Straßenbahnen. Gleise, Arbeitsgruben, Oberleitungen, Fahrzeughebeanlagen, Arbeitsbereiche auf Dachhöhe und weitere technologische Einrichtungen mussten eng mit dem Tragwerk und den gebäudetechnischen Systemen koordiniert werden.

Das Projekt war seit mehr als hundert Jahren die erste Budapester Entwicklung, bei der vollständig neue Straßenbahndepothallen entstanden. Neben ihrer technologischen Funktion erhielt die Anlage deshalb auch eine eigenständige architektonische Identität.

Eines der auffälligsten Elemente ist das leuchtend gelbe Aluminiumdach, dessen Farbe auf die Budapester Straßenbahnen verweist. Die großflächige, geschwungene Dachform macht die Verkehrsfunktion als architektonisches Motiv sichtbar und verleiht der Industrieanlage ein charakteristisches Erscheinungsbild.

CÉH zRt. war in der Genehmigungs-, Ausschreibungs- und Ausführungsplanung als Architektur- und Tragwerksplaner beteiligt. Während der Bauausführung übernahmen wir als Generalplaner die mit der Umsetzung verbundenen Planänderungen.

Dabei mussten veränderte technologische und bauliche Anforderungen so in die Planung integriert werden, dass Tragwerk, Gleisgeometrie, Fahrzeuginstandhaltung und die technischen Gebäudesysteme weiterhin aufeinander abgestimmt blieben.

Planungspartner: FŐMTERV Mérnöki Tervező Zrt.

Leitender Architekt: Ákos Takács


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