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Planungswettbewerb für die Galvani-Brücke

Die geplante neue Donaubrücke in der Verlängerung der Galvani út sollte eine direkte Straßen-, Schienenverkehrs-, Fußgänger- und Radverkehrsverbindung zwischen Südbuda und Csepel schaffen. Das Projekt zielte darauf ab, das südliche Verkehrsnetz Budapests weiterzuentwickeln und die städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten im nördlichen Teil der Csepel-Insel zu unterstützen. Aufgrund unserer Erfahrungen bei der Planung der Megyeri-Brücke wurden wir zur Teilnahme am internationalen Planungswettbewerb eingeladen.

Unser Brückenplanungsteam entwickelte das Konzept einer 803 Meter langen, einpylonigen Schrägseilbrücke. An die 465 Meter lange Strombrücke mit einem Stahlhohlkastenquerschnitt sollten sich auf beiden Seiten Zufahrtsbrücken in Stahl-Beton-Verbundbauweise anschließen. Bei der Entwicklung des Tragwerkskonzepts legten wir besonderen Wert auf einen wirtschaftlichen Materialeinsatz, die Minimierung des Stahlverbrauchs und eine ästhetisch ansprechende Gestaltung. Aufgrund der unterschiedlichen Anschlusspunkte an den beiden Ufern hätte die Brücke die Donau schräg gequert, wobei die Strompfeiler in Fließrichtung ausgerichtet worden wären. Bei der Festlegung der Stützweiten mussten außerdem die internationale Schifffahrtsroute und die Erreichbarkeit des Freihafens Csepel berücksichtigt werden.

Das prägende architektonische Element des Konzepts war ein 117 Meter hoher, sich verzweigender Pylon, der näher an Csepel angeordnet war. Seine charakteristische Form symbolisierte sowohl die Verbindung der beiden Stadtteile als auch die Aufteilung der Donau in zwei Arme um die Csepel-Insel. Die geschwungene Linienführung des Pylons, die schlanke Stahlkonstruktion der Brücke und die Verkleidungen mit verdeckt integrierter Effektbeleuchtung hätten dem Bauwerk ein markantes, in das Budapester Stadtbild eingebundenes Erscheinungsbild verliehen.

Eine Besonderheit des Brückenentwurfs bestand darin, dass er Fußgängern über die reine Verkehrsverbindung hinaus ein neues Stadterlebnis bieten sollte. Im Bereich des Pylons planten wir verbreiterte Gehwege und auskragende Aussichtsplattformen über der Donau. Die beiden Plattformen sollten durch einen unterhalb der Brücke verlaufenden, teilweise mit perforierten Metallblechen verkleideten Durchgang miteinander verbunden werden. Von dort hätten sich besondere Ausblicke auf den Fluss und die Pylonkonstruktion eröffnet. Unser Wettbewerbsbeitrag zeigt, wie wir wirtschaftliche Brückenbaulösungen, eine eigenständige architektonische Gestaltung und die Anforderungen der öffentlichen Nutzung miteinander verbunden haben.


Verwandtes Projekt: Galvani-Brücke – Genehmigungs- und Ausschreibungsplanung des Siegerentwurfs

Unsere Dienstleistungen im Projekt

Betroffene Sektoren