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Széchenyi-Kettenbrücke – Sanierungsplanung der Unterbauten und denkmalgeschützten Elemente

Die Széchenyi-Kettenbrücke war die erste dauerhafte Donaubrücke Ungarns und ist bis heute eines der bekanntesten Symbole Budapests und des ungarischen Ingenieurwesens. Ihre historische, städtebauliche und konstruktive Bedeutung machte die Planung ihrer Sanierung zu einer besonderen ingenieurtechnischen und denkmalpflegerischen Verantwortung.

Das Planungsprogramm zur Vorbereitung der Rekonstruktion der Kettenbrücke und des Tunnels unter dem Burghügel wurde zwischen 2013 und 2017 durchgeführt. Innerhalb dieses umfassenderen Auftrags war CÉH zRt. für die Sanierungsplanung der Unterbauten der Brücke – der Widerlager, Strompfeiler und Bastionen – sowie für die denkmalpflegerischen Architekturaufgaben verantwortlich.

Unsere Arbeit umfasste die Erstellung einer Sanierungsstudie, der Genehmigungsunterlagen und detaillierter Ausführungspläne. Dazu mussten der Zustand der bestehenden Konstruktionen, frühere Umbauten, die ursprünglichen Materialien und die Ursachen der Schäden untersucht und bewertet werden.

Widerlager, Pfeiler und Bastionen sind nicht nur lastabtragende Ingenieurbauwerke, sondern auch prägende Elemente des historischen Erscheinungsbildes der Brücke. Die Verstärkungs- und Restaurierungslösungen mussten daher gleichzeitig die Standsicherheit, die langfristige Dauerhaftigkeit und den Erhalt des ursprünglichen architektonischen Charakters gewährleisten.

Die Restaurierung der Stein- und Mauerwerkskonstruktionen, der Feuchtigkeitsschutz, die Versorgungs- und Entwässerungssysteme sowie die angrenzenden Verkehrs- und Fußgängerbereiche waren eng aufeinander abzustimmen. Besondere Aufmerksamkeit galt den Übergängen zwischen historischen Oberflächen und neuen konstruktiven oder technischen Elementen.

Die detaillierten Planunterlagen bildeten einen Teil der Grundlage für die zwischen 2021 und 2023 ausgeführte Brückensanierung. Im Rahmen der Bauarbeiten wurden unter anderem der stählerne Fahrbahnüberbau, der Korrosionsschutz, die Steinoberflächen, historische Ausstattungselemente, die Beleuchtung und das Umfeld der Brückenköpfe erneuert.

Für die Ingenieure von CÉH zRt. war das Projekt neben seiner fachlichen Bedeutung auch mit einer besonderen persönlichen Verantwortung verbunden. Unsere Arbeit trug zur Erneuerung eines Bauwerks bei, das das Stadtbild Budapests, die Verbindung der beiden Donauufer und die ungarische Ingenieurtradition wesentlich prägt.

Konsortialpartner: FŐMTERV Mérnöki Tervező Zrt., MSc Kft.

Generalunternehmer: A-Híd Zrt.

Auszeichnungen:

  • MAGÉSZ Év Acélszerkezete Nívódíj, 2024, (Preis des Ungarischen Stahlbauverbands für die Stahlkonstruktion des Jahres, 2024)
  • Építőipari Nívódíj, 2024 – Közlekedési létesítmény kategória, (Ungarischer Preis für herausragende Bauleistungen, 2024 – Kategorie Verkehrsinfrastruktur)


Unsere Dienstleistungen im Projekt

Betroffene Sektoren